Samstag, 29. März 2008

Wilderts schamlos populistisches Hetzvideo

Wer es noch nicht kennt, hier das wohl derzeit umstrittenste Video des niederländischen "Politikers" Geert Wilders. Wie schamlos muss ein offensichtlicher Rechts-Populist (zuerst wollte ich rechts-populistischer "Mensch" schreiben)"sein, um den Koran dreisterweiser mit Hitlers "Mein Kampf" zu 
vergleichen
und damit den Islam auf schamloseste Weise zu pauschalisieren und es als faschischtische Ideologie "entgegen seinem eigenen Weltbild" zu brandmarken. 

Eine destruktive Angst Schinderei, die wohl verblendeter nicht sein könnte!



Natürlich sind diese Bilder unglaublich schockierend. Diese frevelhaften Taten, begangen von islamistischen Terroristen und anderen Islamisten, sind aufs tiefste verabscheuend und bedrückend. Fanatismus jeglicher Art, ob religiös oder sonst was, ist von Grund auf abzulehnen und ich hoffe, dass radikale Muslime sich endlich besinnen. Doch genauso hoffe ich auch, dass alle sich auf die Relationen besinnen, die dieses Video völlig außen vor lässt!

Dalai Lama als undemokratisches Oberhaupt Tibets?

Zur Zeit gibt es ja wieder heftige Unruhen in Tibet, angestachelt vom Wut unterdrückter Tibeter gegen ihre Besatzungsmacht. China greift hart durch und versucht die ausbrechende Gewalt in ihrer Provinz ebenfalls mit 
gewaltvollen, 
also militärischen Aktionen zu unterbinden. In der westlichen Berichterstattung wird erwähnt, dass China im Vergleich zu früheren vergleichbaren Situationen (s.  z.B. tiananmen square) sich zwar noch relativ zurückhält, aber auch, dass jegliche militärische Intervention gegen (nicht immer friedliche) Demonstranten unverantwortlich sei. Und dies stimmt, natürlich!
Schließlich sind paramilitärische Tibeter gegen chinesisches Militär praktisch schutzlos.
So weit so gut, dem schließe ich mich voll an; militärische Interventionen sind nie der richtige Weg....

Interessant ist aber auch die Zwiespältigkeit des Westens hinsichtlich ihrer Sympathisierung mit dem Dalai Lama, dem "geistigen" Oberhaupt Tibets. Wir erinnern uns: die chinesische Regierung wird u.a. dazu aufgefordert demokratischer zu sein und Menschenrechte (wie Meinungsfreiheit) uneingeschränkt einzuhalten. Diese Forderungen sind auch für mich grundlegende
 Notwendigkeiten für ein (globales) Miteinander. Doch ist im Bewusstsein der Menschen offenbar nicht, dass auch der Dalai Lama und seine Mönche sich undemokratisch verhalten und dies schon länger als der 300-jährige Konflikt mit China andauert.

 Neben der Kritik an Kontakten zu früheren Nazis und seinen (angeblichen?) Frauen- und homosexuellenfeindlichen Positionen ist der Dalai Lama ist durch NICHTS demokratisch legitimiert und hat auch nach seiner Exil-Flucht nie den Versucht gewagt sich im Nachhinein in der indischen "Exilsregierung" demokratisch legitmieren zu lassen. Ist dies nach "westlichen" Verständnis nicht ein "No-Go"?Mit gutem Grund? Schließlich bestimmen in der buddhistischen Religionen seit je her Mönche untereinander, abgeschottet vom Rest der Bevölkerung, die sie, aufgrund der tibetischen Kultur, in Tibet ja mitregieren! Nach dem Tod des buddhistischen Oberhaupts, wird ein Nachfolger (als Kind) durch "Weißsagungen" und anderen mysteriösen Riten bestimmt. So wird die Regierungsgewalt innerhalb der Mönche bewahrt: eine
 Art
theokratischer  Feudalismus ensteht (bzw. entstand), der (wenn auch früher sehr viel schlimmer wie heute) die einfache Bevölkerung durch den Missbrauch von Religion unterdrückt und ausbeutet.

Ich wusste von vielen dieser Umstände bisher (auch) noch nichts. Wichtig ist mir, und dies versuche ich mit meinem Artikel zu veranschaulichen, dass differenziert betrachtet wird und in den Köpfen den Menschen das Bewusstsein zu schärfen, erkennen zu können, wo es sich um offensichtliche (z.B. chinesische) Propaganda handelt und wo wahre Kerne dahinter stecken könnten, die bisherigen verehrte Moralvorstellungen
 vielleicht wider- sprechen könnten. So sehr ich den Buddhismus als eine der sinnvollsten (Welt-)Religionen schätze, so sehr verabscheut mich der schamlose und stursinnige Missbrauch von Religion und "Moral".

Quelle: jW

Dienstag, 18. März 2008

Aktion Wegschauen



Interessanter ARD-Report über einen Fall, wieso Polizisten denAuftrag bekommen Nazis schonen

Samstag, 15. März 2008

Anarchismus - Fluch oder Segen?

Was mir zur Zeit hinsichtlich linker Modelle auffällt ist, wie sehr diese in der Mehrheit der Bevölkerung doch sehr als negativ empfunden wird. Man begegnet ihnen wenn es gut läuft "nur" mit Skepsis. In der Regel aber werden linke Ideen großteils kategorisch abgelehnt, weil Schlagwörter wie Kommunismus, Sozialismus oder Anarchismus eine unangenehme Wirkung erzeugen, die aber NUR auf Vorurteilen basiert bzw. auf Vorurteile basieren MUSS; denn sonst würden diese Vorurteile gar nicht Bestand haben. Und genau dies regt mich so auf; man setzt sich gar nicht mehr mit Ideen auseinander, sondern entscheidet im Vornherein, was für "richtig" oder "falsch" ist.
Ein passendes Beispiel ist der Anarchismus. Würden die Leute, die Anarchismus für Chaos ("es herschen Chaos und Anarchie [...]") halten, sich über diesen Begriff informieren, würden sie feststellen, dass im Laufe der Geschichte sich dieser zu einem überaus positiven gewandelt hat: Frieden, Ordnung durch kollektives Übernehmen von 
Verantwortung 
in
Abwesenheit von Herrschaft. Fehlende Ordnung unter diesen Bedingungen wird anders genannt, nämlich ANOMIE ! Lustig ist, dass die Menschen, die diesen Begriff missbrauchen gerne ihren Kindern auch mal sagen: "Erst denken, dann reden. Benutz keine Begriffe, die du selber nicht verstehst!" Naja, so viel dazu.....
Unabhängig davon ob Anarchie in Ländern wie z.b. Deutschland als EINEN VON VIELEN kapitalistischen Industriestaaten Europas durchsetzbar, sinnvoll oder Schwachsinn ist, ist zumind. zu diskutieren.
Wichtig ist, nicht im Vornherein Dinge abzulehnen die Glück für einen bedeuten.
Das Beispiel Anarchie ist hier ein treffendes Beispiel, da Anarchie ein utopische Form des Lebens darstellt, aber in der heutigen Gesellschaft von der Mehrheit stellvertretend für eine schmarotzende Lebensweise missbraucht wird.

Mfg Smisery

Donnerstag, 13. März 2008

Faschistoide Tendenzen in der Schule

Eine kleine Geschichte, die ich heute in der Schule miterleben "durfte":

Lehrerin (Frau K.): "Wer kann mir sagen wer als neuer UN-Generalsekretär Nachfolger von Kofi Annan ist?"
Schüler: "Ein Japaner oder so?"
Frau K.: "Nein, aber
auch ein SCHLITZAUGE"
(schallendes Gelächter der großen Mehrheit der Schüler folgt...)
Mein Gedanke: "Soll ich fragen, ob meine Mutter auch ein Schlitzauge ist?"

ENDE

Diskussionsfrage: Interessieren würde mich jetzt wie ihr das seht? Da ich zum 
Teil asiatischen Hintergrund besitze, ist mein Gedanke am Schluss doch ver-
ständlich oder?
Mich interessiert aber vor allem ob man dies ausweiten kann? Es ist ein Bespiel von vielen wie an deutschen Schulen, ob beabsichtig oder nicht, Rassismus eine Rolle spielt - und nichts anderes ist diese beleidigende Verallgemeinerung. Ist dies ok? Nur ein Spaß? Nichts ernst gemeintes? Und wenn ja, sind solche rassistischen Äußerung einer gymnasialen Oberstufen Lehrerin in einem bedeutenden Fach wie Deutsch zulässig, als "Nichtigkeit" zu tolerieren oder sind auch solche faschistoide Tendenzen nicht mehr als unangebracht?

Ich persönlich bin der Meinung, dass, wo auch immer, man IMMER seine Wortwahl so wählen sollte, dass sie u.a. weder beleidigend noch schlecht durchdacht wirkt! Rassistische Äußerungen sind von Lehrern 
(auch wenn wohl nich alle faschistisch motiviert sind) inakzeptabel...