Donnerstag, 16. Oktober 2008

"Rassen"-Trennung Rival

Nach länger Abstinenz mangels Zeit, mal wieder ein neuer Blogeintrag. Da ich auch für die Zukunft nicht sehe, wann, wie und wie oft ich Zeit fürs bloggen haben werde, werde ich wohl verstärkt dazu übergehen, Artikel aus mehr oder weniger bekannten Zeitungen (linke, wie z.B. "TAZ", "jW" oder "nD", aber auch rechte Äquivalente, wo von der parlamentarischen extreme wohl als Paradebeispiel die ultrarechte Zeitung "junge Freiheit" zu nennen ist) zu exerpieren und zu kommentieren, dahergehend die angesprochenen Themen überhaupt ins Bewusstsein zu rücken.

Ich fange an dieser Stelle an mit einer Nachricht, die einen neuen Parlamentsbeschluss Italiens behandelt, der offebar rassistisch motiviert ist:

Es geht um die Trennung von immigirierten und einheimischen Kindern in Schulen! Auf Antrag der fremdenfeindlichen Regierungspartei Lega Nord, dem das Abgeordentenhaus zustimmte, werden zukünftig seperate Klassen eingeführt, in denen Kindern ohne "ausreichende" Italienischkenntnisse verfügen, unterrichtet werden. Die Frage ist, was sind "ausreichende" Kenntnisse? Eine staatliche Prüfung oder ähnliches gibt es für Kinder jedenfalls nicht? Wer entscheidet in welche Klasse ein "Immigrantenkind" darf(/muss) und nach welchen Kriterien wird da selektiert? Allein nach Sprachkenntnis sicherlich nicht. Der familiäre Hintergrund, was Vermögen und Stand der Eltern, spielen dabei sicher auch keine geringe Rolle.

Was das soll kann man sich fragen, wenn man bedenkt, dass Italiens Grundschulen bisher sich EU-weit haben sehen lassen können (im Gegensatz zum Rest des italienischen (Schul-)Bildungssystems). Wer die extra Klassen bezahlen soll ist auch noch weit gehend unklar, denn einerseits wird von den (Neo)Konservativen Italienern gefordt, nach ethnischer Herkunft aus zu sortieren, andererseits aber von der Neoliberalen Gruppen um Berlusconi Geld für Bildung in Milliardenhöhe (dazu gehört das Streichen von lehrenden Arbeitsplätze) gestrichen!

Auch kann man sich weiterhin fragen, ob eine ähnliche Situation wie in den USA zu Zeit der Bürgerrechtsbewegung in den 1950er und 60er Jahre herbei gesehnt wird, in denen Menschen noch nach weiß und schwarz getrennt wurden. Auch wie das andere EU-Staaten das sehen, insbesondere Deutschland wäre interessant (natürlich aus inoffzieller Sicht).

Einen EU-weiten Beschluss, den die Staaten gerade verabschiedet haben, deutet jedenfalls auf nichts humanitäres hin (dazu in einem weitern Artikel mehr Information).

Quelle: taz.de 

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